Kryolipolyse

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Blaumachen bekommt im Abspeck-Business eine ganz neue Bedeutung, denn der eine oder andere blaue Fleck kann nach einer Kältebehandlung des Unterhautfettes schon mal bleiben. Dabei bleibt aber auch kaum Fett übrig. Das schmilzt nämlich – unwiederbringlich – ausgerechnet bei Kälte. Denn Temperaturen unter -4 Grad Celsius können die nicht nachwachsenden Fettzellen nämlich gar nicht ab.

Wirklich spannend wird die kältebedingte Fettschmelze vor allem dadurch, dass sie als gering invasiv (also mit minimalem Risiko und Gewebeeingriff) bewertet wird. So eine Frostbehandlung am Bauch, an den Oberschenkeln, Reiterhosen, Lovehandles und Co. könnte man theoretisch in der Mittagspause absolvieren. Besser sind natürlich ein paar freie Tage in Folge. Trotzdem, ein chirurgischer Eingriff wie beim Fettabsaugen oder -transferieren ist nicht nötig. Die Haut nimmt keinen ernsthaften Schaden, die kalten Applikatoren wurden über Jahre hinweg optimiert – so gilt die Kryolipolyse heute als eleganteste Form der Fettverwesung. Da die Behandlung auf mehrere Sitzungen von jeweils wenigen Minuten beschränkt ist, nehmen andere Organe keinen Schaden, das Körperwasser ändert im Anschluss seinen Aggregatszustand zurück zum Normalstadium.

In jedem Fall sollte man jedoch auf medizinisch-kosmetische Betreuung im Studio der Wahl achten. Immerhin handelt es sich um eine komplexe apperative Behandlung. Einfach zwei Kühl-Akkus aufzulegen, reicht eben bei weitem nicht aus. Unbedingt nötig ist eine vorangehende und gründliche Anamnese, die sämtliche Risiken abklärt. Und freilich auch den Behandlungserfolg vordefiniert.

Menschen, die ihre Behandlung bereits erfolgreich absolviert haben, beschreiben sie in etwa so: Im Vorfeld werden Alkohol- und Tablettenkonsum ausgeschlossen; und für die Wirkphase der Behandlung auch weitere Einflüsse wie direkte UV-Bestrahlung minimiert. Bis die abgestorbenen Fettzellen sich „verdrückt haben“ dauert es etwa vier bis acht Wochen. Mehrere Sitzungen sind in jedem Fall nötig. Dabei werden Kälte-Applikatoren mit starker Vakuumfunktion auf der Haut platziert, unter der Fett weg soll.

Klar, das klingt wie der Einfriervorgang für ein Stück Fleisch. Nur, dass das Fett nicht im Kühlbeutel landet, sondern vorbildlich und ganz natürlich vom Körper abgebaut wird. Inwiefern allerdings die Leber in diesen Abbau abgestorbener Fettzellen aktiv involviert ist, bleibt unter Medizinern vorab ein Diskussionsthema.


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